Chilling Studio Part 2
Mai 12

Ja, ne is klar….

Irgendwie ist mir heute mal dezent der Arsch geplatzt, nachdem ich diverse Aussagen eines gewissen Herrn Dr. Dieter Wiefelspütz auf der Seite abgeordnetenwatch lesen “musste”.

Ich weiss noch nicht, ob ich dem fiesen Admin für diesen “Lesegenuss” danken soll, oder nicht. ;)
Die Aussagen dieses Herrn brachte meinen Blutdruck jedenfalls auf mindestens 3 bar….

Es geht ja, wie der ein oder andere bereits aus der Presse weiß, um den Verbot von Paintball, bzw. Lasershooten, aufgrund der angestrebten Verschärfung des Waffenrechtes, wiederum auf Grund des Amoklaufes in Winnenden (man möge mich korrigieren, wenn ich da falsch liege).

Der o. g. Herr ist der Ansicht, dass Paintball sittenwidrig ist, da es das Töten simuliere.

Zitat von abgeordnetenwatch:

Ich halte es für sittenwidrig bzw. für eine Verletzung der Menschenwürde, das Töten eines Menschen zu simulieren.

Okay.. Das letzte Drittel der Aussage unterschreib ich dem Herrn ja auch. Es simuliert ja auch das Töten mit Schusswaffen.

Aber das tun Kinder, die Räuber und Gendarm spielen, auch (mit Wasserpistolen oder Spielzeugpistolen).

Dieses Argument brachte ein User auch in einer Frage an Herrn Dr. W. Dieser antwortete darauf:

…ich befasse mich nicht mit Wasserpistolen…

Naja.. gut. In dem Alter…. ;)

Okay. Vielleicht ist das ja auch nicht das korrekte Argument. Kinder können vielleicht noch kein Töten simulieren. Aber volljährige…hmm…sagen wir Fechtsportler?

Na.. laut der Auffassung von Herrn Dr. Wiefelspütz anscheinend nicht.

…ich bin der festen Überzeugung, daß [...] Fechter niemals das Töten von Menschen simulieren…

In einer weiteren Antwort heisst es:

Ein Sportschütze, ein Fechtsportler etc. simuliert und trainiert niemals das Töten von Menschen. Wenn es gleichwohl geschieht, wird in elementarer Weise gegen gesetzliche Verbote verstoßen. Der betreffende “Sportler” wird mit Sanktionen rechnen müssen.

Fechten simuliert anscheinend nicht das Töten. Es sei denn der “Sportler” kommt auf die irrwitzige Idee, beim Fechten das Töten zu simulieren. Dann wirds teuer…

Hmm… Also irgendwie kann der Mann mich nicht so recht überzeugen.

Schauen wir uns doch mal an, wo die Unterschiede zwischen der “Tötungssimulation” und der Sportart liegen.

Kurze Einführung von wikipedia:

Was ist Paintball?
…Paintball ist ein Mannschaftssport, bei dem Gegenspieler mit Hilfe von Luftdruckwaffen und Farbmunition markiert werden. Markierte Spieler müssen das Spielfeld verlassen…

Was ist Fechten?
…Fechten ist in erster Linie eine Kampfsportart, die sich aus einer Kampftechnik heraus entwickelt hat. [...] Vor ihrer Etablierung als Sportart war die Austragungsform als Duell weit verbreitet…

Es erscheint mir seltsam, warum eine (ursprüngliche) Kampftechnik, die anno dazumal für Duelle genutzt wurde, nicht das Töten simuliert?

Naja, darüber werd ich jetzt mal nachdenken, wenn ich ins Bett gehe. ;)

Bis dahin…

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  1. Manuel posted the following on 18. Juni 2009 at 09:36.

    Ihnen ist “der Arsch geplatzt”? Nun, das spricht für sich, eine Art Offenbarungseid zum intellektuellen Niveau dieser Diskussion.

    Vielleicht müssen wir auf der Suche nach den Hintergründen für Winnenden dort anfangen, wo schon Sprache brutal klingt.
    Ich spiele Killerspiele?
    Niemals! Weil ich die Menschen schätze, weil es mir nicht möglich ist, Töten als Spiel zu begreifen, weil die Bilder solcher Spiele abstoßend, ekelerregend und widerlich sind. Nicht umsonst werden solche Spiele in vielen Armeen dieser Erde eingesetzt, um die Soldaten aufs Töten vorzubereiten, Hemmschwellen zu beseitigen.

    Sie können nicht verstehen, warum die Angehörigen der Toten von Winnenden und mit Ihnen viele Menschen in Politik und Gesellschaft (auch Dr. Wiefelspütz) Killerspiele ablehnen?
    Aber das ist doch genau das Problem, dass Sie es nicht verstehen können oder wollen.
    Dass Sie das unsägliche Leid der Betroffenen nicht auch nur ansatzweise fühlen können. Dass es Ihnen nicht wert ist, allein schon im Mitgefühl für all die Hinterbliebenen von Amokläufen auf Killerspiele verzichten zu wollen. Dass Sie trotzdem weitermachen, Vergleiche zum Sport (Fechten) als Legitimation suchen, kindliches Spiel (Räuber und Gendarm)mit dem Tun von (scheinbar) Erwachsenen gleichsetzen, das ist armselig. Für Sie tut es mir leid, gerade in diesem Sinne weil armselig für “arme Seele” steht.

    Killerspiele sind nicht einzig und allein der Grund für Amokläufe. Aber sie tragen dazu bei, Gewalt zu verharmlosen.
    Wieviel Kinderleben sind Ihnen persönlich ein Verzicht aufs Killerspielen wert?

    manuel_sifaca@hotmail.de

  2. Marco posted the following on 19. Juni 2009 at 10:28.

    Manuel hats komplett kapiert… Ich spiele seit 18 Jahren Killerspiele und bin seit 12 Jahren Vegetarier - wahrscheinlich weil man in Killerspielen nicht auf Kühe schießen kann


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